Kategorie-Archiv: Aluhut-Chroniken

Mit UFOs und Kristalltherapie ganzheitlich gegen Islamisierung

Vor mehr als zehn Jahren wurde das Erfurter Netzwerk Ganzheitliche Lebensweise als Verein gegründet, um durch Veranstaltungen und Vernetzung „für die Sicht der Ganzheitlichkeit zu begeistern“. Heute stehen anscheinend Veränderungen an: Gerüchte besagen, der Verein wurde im Herbst 2019 aufgelöst. Schaut man sich die Vereinsaktivitäten an, würde das wenig verwundern: Es scheint, als sei das Netzwerk vor allem eine Werbeplattform für esoterisch angehauchte Gewerbetreibende. Ein ideller Zweck des Vereins ist nicht erkennbar, fast alle Aktivitäten scheinen sich auf wirtschaftliche Interessen zu beziehen. Die beworbenen Dienstleistungen reichen von Lebensberatung über esoterisch aufgepeppte Medizin und „geomantische“ Stadtrundgänge bis zu sehr abenteuerlichen Angeboten: So findet man beispielsweise Veranstaltungen zu Zeitreisen, prähistorischen Weltraumflügen und Geistheilung. Besonders ergiebig sind die Kompetenzen der Diplom-Wirtschaftswissenschaftlerin und „Sangri-Meisterin“ Luise Mara Kraft. Sie hat nicht nur Kontakt zu Erzengeln, sie kommuniziert auch regelmäßig mit den „Kristallwesen“ Lakwatum und Adamaris. Die bei diesen Gesprächen aufgenommenen „Heilschwingungen der neuen Zeit aus den Heilweisen aufgestiegener Sternenvölker“ kanalisiert sie in „Lichtwerkzeugen“ – Steine und Amulette, zu beziehen im Webshop. Ihr Kollege Herbert ShaKanDar Glantschnig verkauft eine Art Tischkarussel, mit dem man sich selbst, Nahrungsmittel oder gleich die ganze Erde mit atlantischer Kristallenergie aufladen kann – sehr putzig dokumentiert im Youtube-Video mit dem Titel „Energieübertragung Kristallrad“. Mara Kraft verkauft nicht nur Heilsteine, sie gehört auch zum „interplanetaren Rat“, der im Auftrag von Außerirdischen Frieden auf die Welt bringen soll. Alles klar soweit? Das ENGL will nicht kommentieren, ob diese Außerirdischen auch mal in den Vereinsräumlichkeiten in der Erfurter Markstraße vorbeischauen. Wie überhaupt die ganze Szene sich ungern in die (Tarot)karten schauen lässt. Interessant wäre z.B. zu wissen, wie die beteiligten Ärzt*innen und Heilpraktikerinnen zu UFO-Flügen und intergalaktischen Kristallwesen stehen. Angehörige von Heilberufen unterliegen einer gewissen Verpflichtung zu medizinischer Ethik, was u.U. im Widerspruch dazu steht, für teuer Geld Steine mit kosmischer Energie zu verkaufen oder einen Plausch mit Geistern als Problemlösung anzubieten. So sollte man eigentlich erwarten, dass irgendwo zwischen komplementärmedizinischen Verfahren und Scharlatanerie eine Grenze gezogen wird. Aber dazu wollen sich die am Netzwerk beteiligten Mediziner*innen nicht äußern. Eine fehlende Grenzziehung liegt nicht nur gegenüber UFOs und Geisterbeschwörung vor, auch gegen Rechts will man sich nicht abgrenzen: So verlinkt die schon genannte Mara Kraft die AfD-nahe „Wissensmanufaktur“, wo Andreas Popp und Eva Hermann gegen die Islamisierung Europas, die Verschwörung der Feministinnen und die Lügenpresse agitieren – natürlich ganz sanft, alternativ und vor allem: ganzheitlich. Wir hoffen ja ein bisschen darauf, dass das Gerücht mit der Auflösung des Vereins stimmt. Aber vermutlich werden Lakwatum und Erzengel Gabriel auch in den nächsten zehn Jahren noch rechtsoffene UFO-Rundreisen mit dem Erfurter Netzwerk Ganzheitliche Lebensweisen unternehmen.

Der digitale Aluhut

Mit dem Internet hat sich die Verfügbarkeit von Informationen radikal gewandelt. Noch Anfang der 1990er-Jahre war es mit nicht unbeträchtlichem Aufwand verbunden, sich abseits des Mainstreams zu informieren und noch schwerer, wahrgenommen zu werden. Infoläden und linke Zeitschriften waren ein Weg damit umzugehen und im hochverbindlichen Diskursuniversum zwischen Spiegel, Tagesschau und BILD Gegeninformationen zu platzieren. Heute ist das anders: Mit sehr wenig Aufwand steht es allen offen, online zu publizieren. Mit wenigen Skills gelingt eine ansprechende Webseite, mit etwas Geld kann man dafür sorgen, dass sie in den Suchmaschinenrankings und bei Facebook beworben wird. Was dazu führt, dass man im unendlichen Netz der Blödheit für jede noch so abseitige Meinung eine Bestätigung findet: Salzstangen verursachen Herzinfarkte? Handys machen Krebs? Milch verschleimt die Gefäße? Ein Klick reicht, das zu bestätigen. Gleich neben dem digitalen Meinungsverstärker findet man das Gegenmittel, Spirulina-Algen gegen Verschleimung, effektive Mikroorganismen gegen Krebs, energetische Tischsets gegen Herzinfarkte. Geht‘s um Konsumentscheidungen, mag das harmlos sein. Aber wer Wundermittelchen verkauft, ist auch anderem Zauber nicht unaufgeschlossen. So finden sich Chemtrails, HIV-Leugnung und jüdische Weltverschwörung oft nur einen weiteren Klick von Ernährungstipps entfernt. Und das Internet merkt sich, was geklickt wurde. Die personalisierten Suchverfahren der großen Anbieter liefern das, was gelesen wird, konkret gesagt: Wer nicht anonym surft, erhält nach und nach nur noch Meinungsverstärker als Suchergebnisse. So entsteht unter dem digitalen Aluhut eine persönliche Echokammer. Der digitale Aluhut krönt nicht nur verschwörungsaffine Wirrköpfe. Er sorgt auch dafür, dass Linke denken, ihr eigener Blog stünde rein zufällig bei Google ganz oben. Unter dem digitalen Aluhut durchzulunsen, ist nicht ganz einfach, weil auch halbwegs seriöse Informationsanbieter*innen wie die Tagesschau, Wikipedia oder der wissenschaftliche Diskurs daran arbeiten, ihre eigenen Echokammern zu schaffen. Am Ende hilft neben anonymen Surfen wahrscheinlich nur Medienkompetenz – die Fähigkeit, Informationen einzuordnen und zu vergleichen, wer aus welcher Sprechposition heraus was behauptet. Das ist natürlich bei 10.000 Informationsanbieter*innen viel schwieriger, als bei fünf. Trotzdem gilt: Wer bei Google nach Beweisen für die eigene Meinung sucht, drei passende Ergebnisse auf der ersten Ergebnisseite findet und dann im Brustton der Überzeugung sagt: „Stand doch im Internet!“, zeigt damit stolz den virtuellen, aus den Winden von Cloud und Web 2.0 gefalteten, digitalen Aluhut.

»Es gibt kein Unheilbar«

Lehre abgebrochen, keine Lust auf den Arbeitsmarkt? Eine profitable Lösung für dieses Dilemma hat Bruno Gröning gefunden: In den 1950er-Jahren hat der charismatische Mann mit dem strengen Blick den Beruf des Wunderheilers ergriffen. Seine Story: Er wurde von Gott gesandt, um mit seinen Geistheilungskräften die Welt und die Menschen zu heilen. Befeuert von überzeugten Anhänger_innen und einer begeisterten Boulevardpresse wurde er schnell zu einem der bekanntesten Esoterikern in Westdeutschland. Das profitable Geschäft mit der Krankheit wurde noch profitabler, indem alle Einnahmen zu Spenden erklärt wurden und in informelle Kassen wanderten. Um seiner Quacksalberei eine rechtliche Grundlage zu geben, beantragte Gröning 1953 die Zulassung als Heilpraktiker und scheiterte. Trotzdem betete er weiter Menschen gesund – in Massenversammlungen und Einzelgesprächen. Zudem konnte man per Post seine abgeschnittenen Fußnägel, eingerollt in Stanniolkügelchen, kaufen. Wenig später, 1959, verstarb Bruno Gröning – ein kräftiger Dämpfer für den Glauben an seine Heilkräfte. Aber ein erprobtes Geschäftsmodell gibt man nicht leichtfertig auf und Fußnägel wachsen ja angeblich nach dem Tod weiter. Daher führte der »Verein zur Förderung seelisch-geistiger und natürlicher Lebensgrundlage« sein Werk fort. Nach einigen Spaltungen und Streit unter den Erben ist der größte Nachlassverwalter der Zehnägel heute der Bruno-Gröning-Freundeskreis mit angeblich über 12.000 Mitgliedern in der BRD – doppelt so viele wie Scientology. Der Freundeskreis bedient sich der üblichen Mittel esoterischer Heilsbringer_innen: er ist in lokalen Gruppen organisiert, mit Film- und Diskussionsveranstaltungen wird um Anhänger_innen geworben, den Überzeugten empfohlen, sich von kritischen Familienangehörigen und Freund_innen abzuwenden. Wie üblich gibt es (mindestens) 6000 Mediziner, die auch an die Wunderkräfte der Zehnägel glauben. Wie finanzkräftig der Freundeskreis ist, zeigt ein 2018 entstandenes, professionell gemachtes dreiteiliges Doku-Drama. Wie flächendeckend die Freundeskreise aktiv sind, sieht man daran, dass in vielen Städten und Regionen – auch in Erfurt – einer existiert. Und wie unkritisch die Öffentlichkeit auch heute noch an Wunderheiler glaubt, sieht man daran, dass die Lokalpresse, ganz wie die Bouldvardpresse in den 1950er-Jahren, alles nachplappert, was Quacksalber verkaufen: »Es gibt kein Unheilbar«, so der Titel einer Meldung im »Anzeiger«, dem kostenlose Werbeblättchen der Funke-Mediengruppe Thüringen. Die darin beworbene Veranstaltung fällt allerdings aus: Die Offene Arbeit Erfurt hat den Abend abgesagt, nachdem klar wurde, wem man den Raum zugesagt hatte.

Das goldene Audiokabel

Wahrscheinlich die harmloseste Spielart des Aluhuts ist die Audioesoterik. Vertreten wird sie fast ausschließlich von Männern zwischen 30 und 50, die ¾ ihres Einkommens in Plattenspieler, Röhrenverstärker und vorheizbare Netzteile investieren. Oft sitzen sie zusammen und unterhalten sich darüber, wie unglaublich ihre 20.000-€-Anlage klingt. Sie sind überzeugt, dass nur goldene Kabel Musik angemessen zum Verstärker leiten können, und das auch nur, wenn sie ordentlich eingespielt sind, also eine Weile benutzt wurden. Musikdateien dürfen nur verlustfrei abgespeichert werden, denn Formate wie das komprimierte MP3 verursachen Ohrenkrebs. Die Ränder ihrer CDs werden vor dem Hören angeschlifffen, um den Laser zu fokussieren und auf einen Granitstein gelegt, um störende Energieschwingungen zu erden. Vom Standpunkt der Physik kann man sich keinen größeren Unfug vorstellen, aber es geht schließlich um Ästhetik und Glauben. Das Zusammenleben mit Audioesoterikern ist nicht immer einfach, weil das größte Zimmer der Wohnung für den Musikgenuss optimiert werden muss. Boxen und Musiksessel stehen am optimalen Platz, auch wenn dafür der Esstisch in eine Ecke verbannt und die Wände mit Akustik-Schaumstofff verkleidet werden müssen. Musikalisch ist der Audioesoteriker oft erstaunlich anspruchslos. In seiner Plattensammlung finden sich Meisterwerke der Langeweile wie Dire Straits »Love over Gold« oder neu abgemischte Aufnahmen von 10.000x gehörten Klassikern wie dem weißen Album der Beatles oder Keith Jarrets „The Köln Concert“. Wichtig ist vor allem, dass die Tonträger so aufgenommen sind, dass sie die Leistung der Anlage zum Ausdruck bringen. Dann sitzt der Audioesoteriker mit glänzenden Augen da und freut sich, das Husten in der Live-Aufnahme zu hören, dass bei einer schlechteren Anlage einfach in der Musik untergehen würde.
Die Kosten der Audioesoterik können beträchtlich sein, unter 1000,00€ ist allenfalls ein Kopfhörer zu haben. Nach oben hin sind die Möglichkeiten unbegrenzt, sodass »die Kette« – der Weg vom Tonträger bis zum Ohr – immer weiter optimiert werden kann.
Hat man Audioesoteriker im Bekanntenkreis, bieten sich hier Möglichkeiten, denn oft wird der heiße Scheiß vom vorigen Jahr günstig weiterverkauft. Politisch gesehen ist die Audioesoterik abgesehen von einem leichten Hang zum Elitären unproblematisch. Natürlich hat die Szene Feinde – kein Aluhut kommt ganz ohne Gegner aus –, aber es ist höchst unwahrscheinlich, dass die in Foren diskutierte Tontechniker-Verschwörung (eine Machtelite in Tonstudios sorgt dafür, dass Musik schlecht abgemischt wird) in absehbarer Zeit zu Pogromen führen wird. Zusammenfassend handelt es sich beim Audio-Aluhut also eher über eine liebenswerte Schrulle als um eine gefährliche Ideologie, auch zeigt die Szene keinerlei missionarischen Eifer. Wer die Möglichkeit hat, sich das ganze anzuhören, sollte unbedingt zusagen – vielleicht mit dem diskreten Hinweis, dass es nicht gerade Dire Straits sein muss.


„Was mich vor allem reizt, ist, dass Vinyl so teuer und unpraktisch ist.“

Carpe Diem, Öffne dein Herz – Yoga und die Energie des Kosmos

Bevor ich die erste Bewegung beim Yoga mache, werde ich gebeten anzukommen. Was schön ist – den Fokus auf das zu richten, was jetzt ist, fällt oft schwer. Doch dann geht die Einstimmung weiter.

Die Yoga-Lehrerin sagt: Sei dankbar. Ich höre: Es gibt keinen Grund sich zu beschweren, unzufrieden zu sein und etwas zu kritisieren.
Sie sagt: Richte den Blick nach innen. Ich höre: niemals nach außen, nimm hin, richte dich ein. Veränder‘ dich, aber nicht die Gesellschaft.
Manchmal klappt das auch ganz gut – ich kann Dinge annehmen, die ich nicht ändern kann. Doch oft nicht: Ich werde wütend und nicht entspannter.

Trotzdem mache ich Yoga. Seit Jahren mache ich mehr oder weniger gern Sport. Joggen, Fahrradfahren, Fitness-Studio, Gymnastikkurse, Klettern, Squash… Immer bin ich vollkommen überzeugt, dass der Sport, den ich gerade mache, der absolut Beste ist! Für die Gesundheit, für den Rücken, für die Fitness und fürs Wohlbefinden. Jetzt bin ich beim Yoga hängengeblieben. Das ist so ein Hype gerade. Alle machen Yoga und wenn sie das erzählen, sehe ich Freude in ihren Augen.

Bei der Auswahl des Yogastudios habe ich versucht, darauf zu achten, dass die Eigendarstellung nicht so esoterisch klingt und auch auf die Farben. Die Abwesenheit von Orange gibt erstmal Hoffnung. Das Yogastudio, in das ich jetzt gehe, hat gelbe Wände und der Duft von Räucherstäbchen hängt in der Luft. In meinem Yogastudio wird nie gesungen, es gibt kein ‚Om‘, trotzdem Reinigung der Chakren (so wie ich das verstehe, sind das so Energiezentren im Körper, die mit verschiedenen Eigenschaften verbunden sind und je nachdem, bei Blockierungen kommt es zu Krankheits- und Unwohlseinssymptomen) und sanfte Gehirnwäsche… Ich wähne mich sicher, weil aufgeklärt und hoffentlich immun.

Es kommen eigentlich ausschließlich Frauen, einmal war ein Mann von einer Frau mit – offensichtlich zum ersten und dann auch zum letzten Mal. Im Gleichtakt üben wir uns in Grazilität – schlanke, weiße, vermutlich akademische Frauen. Wir machen ‚den Tänzer, ‚den Krieger‘, ‚die Heuschrecke‘, atmen und reinigen unsere Chakren. Ich fühle mich danach gut, der ganze Körper kommt in Bewegung. Zudem verändert sich der Körper hin zum neuen Schönheitsbild von Frauen: schlank, beweglich und muskulös (selbstverständlich nicht zu sehr).

Beim Verlassen der heilen Welt aus Reinheit, Ausgeglichenheit, Güte und Gelb fühle ich mich immer ausgeglichen und entspannt. Kritisch bleibe ich dennoch, doch weiß ich nicht, wie viel der seltsamen Ideologie ich ‚wegatmen‘ und ‚wegdanken‘ kann und wie viel sich schon breit gemacht hat.
Manchmal gehe ich also dankbar nach Hause und kann nicht trennen, ob es einfach die Befriedigung nach dem Sport ist oder ob ich nicht doch langsam glaube, dass ich verantwortlich bin für die Glückseligkeit in der Welt. So wie ich strahle, strahlt es zurück.
Beim Stöbern im Internet stoße ich auf reinigende Ernährung, die auf Yoga beruht: Vormittags nichts essen, sondern nur einen Tee trinken. Das mag für Leute in Bürojobs machbar sein, doch sicher nicht für Menschen, die körperlich hart arbeiten, wie auf dem Bau oder Menschen, die im Schichtsystem tätig sind.

Im Wartezimmer meiner Ärztin eine Yogazeitung. Neugierig blättere ich darin rum. Ich finde das passende Outfit: Spiritual Warrior – genau die Ebene, auf der die Kämpfe von heute stattfinden, sicher. Passt sehr gut zu all den reflektierten Menschen, die immer das richtige tun – individuell. Doch das ist auch erhaben, wenn man sich anschaut, welche existenziellen Kämpfe Menschen gerade überall zu führen haben… Die können sicher nix ‚wegatmen‘ oder ‚-lächeln‘.
Zudem erhalte ich Informationen zum berühmtesten Yoga-Guru aktuell – surprise, surprise: Es ist ein Mann. Wer führt und wer sich führen lässt, ist klar geregelt…

Achja, ich werde auch darüber aufgeklärt, dass ich ein Lichtwesen sei und selbstverantwortlich für meine Freiheit. Dann atmen wir es an oder machen ‚die Kriegerin‘ gegen den Kapitalismus?
Weder Yoga, noch meine Freundlichkeit noch Herzlichkeit werden mich aus den gesellschaftlichen Zwängen befreien, sondern eher noch in dem erlernten Verhalten als Frau bestärken: Ich bin verantwortlich für das Wohlergehen von mir selbst, aber auch für das der anderen, wenn ich das Positive weitertrage. Erreichbar ist das durch Disziplin. Disziplin und Arbeit an sich selbst – das ist wirklich schon uralt und tief verankert in der Gesellschaft. Es führt zu Spaltung und der Legitimation gesellschaftlicher Ausschlüsse…Öffne dein Herz also für die, die es verdient haben…

Nicht existente Viren und seelische Krankheiten

Die Masern – eine vermeintlich harmlose Kinderkrankheit mit ungeahnten Spätfolgen sind wieder auf dem Vormarsch, mit ihnen flammt auch die Kritik am Impfschutz wieder auf.

Die Masern zählen zu den ansteckendsten Krankheitserregern, mit denen sich ein Mensch infizieren kann. Schon ein Niesen ist ausreichend, damit die Erreger übertragen werden. Doch das müsste nicht sein, die Krankheit könnte, wie beispielsweise die Pocken, längst ausgerottet sein. Symptome wie bestenfalls geschwollene Augen, Ausschlag, Übelkeit, Kopfschmerzen, hohes Fieber könnten verhindert werden, gäbe es da nicht die sogenannten Impfgegner, die Menschen immer wieder einreden, Impfungen würden ihren Kindern enorme Schäden zufügen und nur der Pharmaindustrie von Nutzen sein.

Statt ihr Kind impfen zu lassen, nehmen viele Eltern aufgrund solcher hartnäckigen Gerüchte daher lieber das Risiko einer SSPE Erkrankung (subakute sklerosierende Panenzephalitis) in Kauf, welche sich zunächst durch Gleichgewichtsstörungen äußert und später zum Verlust des Geh- und Sprachvermögens und letztlich zur Auflösung des Gehirns und zum Tod führt. Doch wie kommt es zu so einer irrationalen Einstellung Einzelner? Warum schätzen viele das Impfrisiko höher ein als das Infektionsrisiko?

So zählen Impfungen doch schließlich zu den größten Errungenschaften in der Medizin. Krankheiten wie die Pocken oder die Kinderlähmung konnten ausgelöscht beziehungsweise weitestgehend verdrängt werden.

Trotz dieser Tatsache ist immer wieder die Rede von angeblichen Giftstoffen des Impfstoffes, die der Körper selbst nicht mehr loswird. Dies ist jedoch wissenschaftlich kaum haltbar. Denn die Impfviren werden vom Körper wieder abgebaut, Zusatzstoffe sind lediglich in unbedenklicher Konzentration enthalten. Studien, die diese Vorurteile bestätigen, gibt es zudem nicht.
Also woher stammen nun diese Ängste?

Der Ursprung für all die Sorgen könnte die Studie von Andrew Wakefield aus den 1990er Jahren gewesen sein. Im Jahr 1993 erkrankte ein Junge an Autismus. Die Mutter meinte, dies wurde durch die zuvor getätigte Impfung ausgelöst und begab sie auf die Suche nach einem Arzt, der diese Einschätzung teilte. Sie fand ihn in Andrew Wakefield. Dieser spürte zwölf vergleichbare Fälle von autistischen Kindern auf, die zuvor geimpft worden waren. Er veröffentlichte eine Studie, in der er behauptete, dass die Impfung gegen Masern ein erhöhtes Autismus-Risiko bürge. 1998 wurde die Arbeit in einem angesehenen Magazin („The Lancet“) veröffentlicht, woraufhin in Europa die Impfbereitschaft blitzartig zurückging. Im Jahr 2010, stellte sich erst heraus, dass die Studie eine Fälschung war. Der Artikel wurde zurückgezogen, und Wakefield verlor seine Zulassung. Es wurde klargemacht: Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Autismus und Impfung. Der negative Ruf von Impfungen hält sich, obwohl schwerwiegende Impffolgen viel seltener sind als schwer verlaufende Masernerkrankungen, bis heute.

Auch der Impfgegner Hans U. P. Tolzin trägt mit seinen haltlosen Äußerungen nicht gerade dazu bei, die positiven Argumente einer Impfung hervorzuheben. Er hat es sogar geschafft, seine Ansichten im „ARD Morgenmagazin“ und in der Phoenix-Runde zu verbreiten. Laut Tolzin seien Masern keine Viren (denn Viren sind eine Erfindung der Pharmaindustrie), sondern eine Krankheit, die sich aus dem Körper selbst, von innen heraus, entwickle und nicht etwa durch Ansteckung übertragen wird. Er ist Anhänger der „Neuen germanischen Medizin“ welche glaubt, dass alle Krankheiten (z.B. auch Krebs) nur Reaktionen des Körpers auf seelische Konflikte seien. Das Masern-Virus sei ein Konstrukt der Herrschenden, um die Menschen zu unterdrücken und die Medien sind natürlich ein Teil dieser Verschwörung. Indem sie Angst verbreiten und Impfungen verteilen, wollen sie die Menschheit reduzieren. Solche Auffassungen werden dann in Seminaren verbreitet. Die Kritik der etablierten Wissenschaft beirrt diese Leute schon längst nicht mehr. Dass Masern-Impfungen laut WHO zwischen 2000 und 2013 weltweit 15,6 Millionen Todesfälle verhinderten, ist dann wohl auch uninteressant. Im Jahr 2013 starben weltweit jede Stunde 16 Menschen an Masern. Großteils betroffen waren Kinder unter 5 Jahren, litten diese alle unter seelischen Schäden?

Fakt ist: Neun von zehn nicht geimpften Menschen erkranken an Masern, wenn sie mit dem Erreger in Kontakt kommen. Wohingegen die Zahl der ernsthaften Impfschäden minimal ist. Bei der letzten Erhebung kamen die Forscher auf sieben schwerste Komplikationen pro 16 Millionen Impfstoffdosen.1 Zudem könnten Masern ausgerottet werden, wenn sich mindestens 95 Prozent der Bevölkerung impfen ließe.

Wer also weiterhin die guten Argumente, sich bzw. sein Kind impfen zu lassen einfach leugnet, sollte zumindest aufhören, falsche Ansichten zu verbreiten, denn um eine Erkenntnis kommen die Impfgegner dann in der Praxis vielleicht doch nicht herum: Sie brauchen nicht all ihre Kinder impfen lassen, nur die, die sie behalten wollen.

Florit macht dum

Wer hat nicht schon einmal von ihnen gehört – Personen, die bewusst darauf verzichten, Mineralwasser zu sich zu nehmen, weil diesem Fluorid beigesetzt wird und die aus demselben Grund seltsam klingelnde, überteuerte Zahncremes kaufen? Auf genauere Nachfrage, aus welchem Grund Fluorid so schlecht für uns sei, haben sie meist nur schwammige Erklärungen parat oder verweisen auf einen von unzähligen und durchaus fragwürdigen Internetbeiträgen. Es ist schon erstaunlich, wie viel Input das Internet zu diesem Thema zu bieten hat. Einige, durchaus seriös wirkende, Seiten sprechen von Fluoriden als Verursacher von Leiden wie Arthritis, Diabetes, Schilddrüsen- oder auch Nierenerkrankungen. Weiterhin gibt es Verschwörungstheorien, aus denen hervorgeht, dass Fluorid willenlos und dumm mache. Man behauptet, die Bevölkerung werde damit – ähnlich wie bei den „Chemtrails“ – gezielt ruhig gestellt, um alles zu akzeptieren, was die Regierung ihr aufbürdet. Die Unterstellung, die Aluminiumindustrie wolle ihr überschüssiges Fluor gewinnbringend entsorgen, und setze es daher Lebensmitteln wie Trinkwasser und Speisesalz zu, ist ein weiterer Bestandteil solcher Theorien. Daher sei auch die Kariesprophylaxe mithilfe von Fluoriden nur vorgetäuscht und schade den Menschen in Wirklichkeit.
Tatsächlich werden Fluoride in einigen Ländern dem Trinkwasser zugesetzt. In Deutschland wird jedoch niemandem eine gefährliche Dosis zwangsverabreicht. Der Richtwert für die tägliche Fluoridzufuhr liegt bei Erwachsenen bei 3,8 mg pro Tag. Ab 5 mg Fluorid muss auf dem Etikett ein Warnhinweis stehen, dass nur eine begrenzte Menge getrunken werden soll, da es sonst gesundheitsschädigende Folgen haben könne. „Man weiß ja nie, wie viel Fluorid das Wasser wirklich enthält, und ob die da auch alles draufschreiben.“, hört man die Fluoridgegner dann raunen.
Auch in den sozialen Medien werden immer häufiger Horrorszenarien geschildert. So hat eine Frau beispielsweise über 17 Jahre lang täglich mehrere Kannen schwarzen Tees mit 100-150 Teebeuteln zu sich genommen. Dass das nicht gesund sein kann, liegt auf der Hand: Ihr Gebiss wurde dadurch völlig zerstört. An dieser Stelle wird deutlich, was auch für den Gebrauch von Fluorid gilt: die Dosis macht das Gift. Ein gutes Beispiel hierfür bietet auch der tägliche Bedarf an Zahnpasta, welcher ja bekanntlich – zumindest den gebräuchlichen Sorten – Fluorid beigesetzt wird, um die Zähne vor Karies zu schützen. In einer Tube sind davon gerade einmal 0,1% zu finden. Um den Knochen und Zähnen damit Schäden zuzufügen, muss man das „Gift“ über mehrere Jahre hinweg überdosiert zu sich nehmen. Um gar an einer Fluoridüberdosis zu sterben, müsste ein Erwachsener mehr als drei Kilo Zahnpasta am Tag essen. „Schon 3kg Zahnpasta sind tödlich“ – würden die Fluoridgegner wohl daraus machen. Zum nächsten Zahnpasta-Gelage sollte man diese dann wohl besser nicht einladen.

Schlafen mit Aluhut

Wie ihr in unserem Editorial schon vernehmen musstet, sind die staatlichen Geldquellen für die Lirabelle unter Mithilfe der AfD sowie weiterer Kräfte ausgetrocknet worden. Bis die Kohle vom Mossad eintrifft, schlagen wir einfach zurück und finanzieren uns über Werbebanner, die potentielle AfD-Wähler ansprechen sollten und die, wie das im Aluhut-Milieu häufig so ist, widersprüchlicher kaum sein könnten.

Wunderheilmittel

Dir schmerzt es im Rücken? MMS! Du bist zu dumm? Black Goo! Dir juckts in der Nase? MMS! Du hast kein Kollektivbewußtsein? Black Goo! Eine Ärztin diagnostiziert bei dir HIV? MMS! Du willst telepathische Verbindungen zu Tieren und Pflanzen? Black Goo!

Wer sich schon einmal in die bunte Welt der Alternativmedizin verirrt hat, wird es kennen: Globulis helfen gegen alles. Eigenbluttherapien siegen, wo hochtechnologisierte Schulmedizin versagt und die unbeschreibliche Wirkmächtigkeit von Schüßler-Salz muss hier nicht extra erwähnt werden. An dieses Zeug kann geglaubt werden oder nicht, der Schaden bei Einnahme hält sich jedoch in Grenzen. Doch gegen die „dunkle“ Seite der Alternativmedizin, sind diese homöopathischen Mittelchen wahre Schmusekätzchen: wirkungslos aber wenigstens nicht schädlich. Doch wenn das „Miracle Mineral Supplement“ (auch „Vitamin O2“ kurz MMS) oder das „intelligente Öl“ (auch „fühlendes Öl“ oder „schwarzer Glibber“, meist jedoch „Black Goo“) in Spiel kommen, dann ist der Giftschrank der sogenannten Alternativmedizin ganz weit offen. Dann bekommt meist nicht nur der Geldbeutel ein großes Loch, sondern bald auch wichtige Organe im eigenen Körper.

Für Uneingeweihte ist MMS lediglich ein Gebräu oder eine Pille auf Basis eines Desinfektionsmittels, welches wiederum toxische und umweltschädliche Chlordioxide unter bestimmten Bedingungen freisetzt. Für „Eingeweihte“ soll MMS gegen „böse“ Viren und Bakterien vorgehen (Malaria, oder der HI-Virus) die „guten“ Bakterien aber verschonen. Wissenschaftlich ist das natürlich nicht haltbar. Dennoch gibt es immer wieder Menschen, die sich Einläufe mit dieser Brühe machen. Auch wenn der Einsatz von Chlordioxiden tatsächlich zur Desinfektion von Trinkwasser genutzt wird, ist die dortige Dosierung viel geringer, als bei einer Einnahme von MMS-Präparaten.

In Form von Globulis soll Black Goo die erfundene Krankheit „Morgellonen“ heilen, telepathische Verbindungen zu Pflanzen und Tieren ermöglichen und die Intelligenz des Konsumierenden erhöhen. Nach Meinung von David Griffin ist Black Goo auch für den Falklandkrieg verantwortlich. Seine „Recherchen“ „belegen“, dass es südlich der Falklandinseln eine „Thule-Insel“ gibt, auf der das intelligente Öl durch Argentinien abgebaut wurde. Das nach Großbritannien exportierte Black Goo soll Mitarbeitende einer Rüstungsfirma getötet haben und daraus sei dann der Falklandkrieg erwachsen. So behauptet es jedenfalls Griffin und seine Gruppe „Exopolitics UK“, die sich eigentlich der Bekanntmachung außerirdischen Lebens auf der Erde widmet. Bleibt am Ende nur die Frage, ob die Verbesserung der Intelligenz durch Black Goo auch wirklich von Dauer ist. Sollte die Dummheit durch das „intelligente Öl“ irgendwann ausgerottet sein, gibt es ja dann auch keine Konsument_innen mehr.

Terror unterm Aluhut

Die Attentatsserie in Paris am 13. November 2015 ist kaum ein paar Stunden alt, da tauchen schon die ersten Verschwörungsideen im Internet auf. Eine der ersten dürfte die „Menschenrechtsaktivistin“ Mary Hughes-Thompson gewesen sein. In einem Tweet schreibt sie: „Ich sage nicht, dass Israel dafür verantwortlich ist. Aber Bibi [Spitzname von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu] ist sauer wegen des europäischen Siedlungs-Boykotts.“ Und dann kommt der Klassiker aller Verschwörungsideolog*innen, die rhetorische und so viel mehr beantwortende als fragende Frage aller Frage: „So who knows?“. Tja, wer weiß es? Mit Sicherheit wissen es zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Rettungs- und Sicherheitskräfte, die versuchen im Chaos der verschiedenen Anschlagsorte den Überblick zu bewahren, und auch die meisten Politiker*innen hielten sich in den ersten Stunden mit Vermutungen stark zurück. Aber Mary Hughes-Thompson, eine Initiatorin der „Free Gaza“-Bewegung, konnte dem Impuls einfach nicht widerstehen das aktuelle Weltgeschehen ihren verkorksten Wahnvorstellungen anzupassen. Ihr sollten in den nächsten Stunden noch viele berühmt-berüchtigte Kolleg*innen aus dem Aluhutkollektiv folgen. Doch bleiben wir erst einmal bei Hughes-Thompsons Theorie, dass der israelische Staat (oder verkürzt: „die Juden“) hinter den Terrorattacken steckt. Eine Theorie, die bei Terror unter eigentlich allen Terroranschlägen früher oder später von jemanden geäu- ßert wird. Dass dies bei den aktuellen Anschlägen noch größerer Bullshit ist als sonst, kann man schon an der Wahl des Bataclan-Clubs als Terrorziel sehen. Der Club hat immer wieder pro-israelische Veranstaltungen durchgeführt und die Band, die an diesem Abend im Bataclan spielte, die Eagles of Death Metal, hatte sich in der Vergangenheit immer wieder pro-israelisch geäußert. So schmetterten sie dem „Boycott Israel“-Aktivisten und Pink Floyd-Sänger Roger Waters ein deftiges „Fuck you“ entgegen, als dieser die Band dazu aufforderte ihre Auftritte in Israel abzusagen. Welches Interesse hat also der israelische Staat daran, zwei ausgewiesene pro-israelische Institutionen wie die Eagles of Death Metal und das Bataclan mit Terror zu überziehen? Die Antwort ist gleichzeitig ein wahres Zauberwort der Szene seit dem 11. September 2001: „false flag“: Jemand führt unter „falscher Flagge“ einen Anschlag durch, um den wahren Hintergrund zu verschleiern und andere zu belasten. „False flag“ erfreut sich so großer Beliebtheit in der Szene, weil auch nach dem Ende der Beweisaufnahme immer genügend Zweifel bleiben um alles und jeden als „möglichen Drahtzieher“ an den Pranger zu stellen. So macht es auch der Antisemit, Reichsbürger und Esoteriker Jo Conrad. Er hat auf Facebook schnell die Neue Weltordnung (NWO) als „Hintergrundmacht“ hinter den Anschlägen in Parisausgemacht. Natürlich nicht ohne die obligatorischen Fragezeichen und Konjunktiv-Formulierungen, denn „Ordo ab chao, Ordnung aus dem Chaos ist ihr Motto. Chaos können sie erzeugen. Ihre „Ordnung“ soll die totale Kontrolle sein, […]“ Natürlich stecken in solchen Posts auch ein paar Wahrheiten. Durch die neuen Terrorangriffe werden die Stimmen nach dem Ausbau des Überwachungsstaates wieder lauter werden. Die CSU in Person von „Kronprinz“ Markus Söder hat schon angefangen zu poltern. Und deswegen soll auch er in dieser Kolumne nicht fehlen. Macht Söder doch die „offenen Grenzen“ und Merkels Asylpolitik für die Attentate zumindest indirekt mitverantwortlich für die Anschläge. Dass die meisten Geflüchteten gerade vor diesem „alltäglichen“ Terror in ihren Ländern fliehen, blendet der bayrische Aluhutträger Söder einfach aus.
ABER bei all diesen Dummheiten, die die Verschwörungsdeppen an solchen Tagen von sich geben, gibt es auch immer wieder einen Typus, der uns schmunzeln lässt: Die Mathematiker*in unter den Aluhutträger*innen. Denn die hat das Ganze mal durchgerechnet und kommt auf folgendes Ergebnis:
11.09.2001: 1+1+9+2+1 = 14
13.11.2015: 1+3+1+1+2+1+5 = 14
Da bleibt uns also nur, an Tagen, die in der Quersumme 14 ergeben, den Aluhut aufzusetzen und in die Betonbunker zu fliehen. Das ist doch mal einwirklich guter Tipp in diesen unsicheren Zeiten.