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10.3., Erfurt: Abschiebung verhindert
Erneut gelingt es in Erfurt, mit einer kurzfristigen Mobilisierung eine Abschiebung zu verhindern. Ein 23jähriger Mann aus Eritrea soll nach Italien deportiert werden. 140 Menschen stellen sich zwischen den Asylsuchenden und die Polizei.

März: SÜGIDA geht in THÜGIDA auf
Aus den jeden Montag stattfindenden Naziaufmärschen in Suhl Anfang dieses Jahres ist inzwischen ein faschistischer Wanderzirkus geworden, der von Stadt zu Stadt zieht. Nach neun Aufmärschen in Suhl folgten zwei Aufmärsche in Erfurt, und je einer in Eisenberg, Ohrdruf, Hildburghausen, Neuhaus am Rennweg, Arnstadt, Mühlhausen und schließlich wieder in Suhl. Die Resonanz der Ortswechsel fällt unterschiedlich, aber unterm Strich eher bescheiden aus. Es scheinen doch immer wieder dieselben 60-100 Nazis zu sein, mal mit mehr, mal mit weniger lokalem Support.

24.3., Erfurt: Demo gegen Abschiebung
Weniger als 100 Menschen folgen dem Aufruf von Roma Thüringen, gegen Abschiebungen zu demonstrieren. Redebeiträge von Betroffenen thematisieren die alltägliche Angst vor drohender Abschiebung.

4.4., Jonastal: KZ-Gedenkstätte geschändet
Im Jonastal bei Arnstadt schändeten Unbekannte nach einer Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ-Außenlagers die Gedenkstätte, zerstörten Blumengebinde und beschädigten eine Gedenktafel.

10.4., Erfurt: Kategorie C spielt in der Kammwegklause
Zum wiederholten Mal gastiert die Nazi-Hooligan-Band „Kategorie C“ im Erfurter Südosten. Es gibt keine angemeldeten Proteste. Zugleich startet die Kampagne „Nazizentren dichtmachen – Gegen die Kammwegklause in Erfurt“.

10-18.4.: Bundesweite Antirassistische Aktionswoche
Anlässlich der geplanten Verschärfung des Asylrechts finden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen und Kundgebungen statt. Am 14.4. fordern etwa 100 Menschen auf dem Erfurter Anger ein bedingungsloses Bleiberecht. Einen Tag darauf berichtet Radmila Anic von der Situation der Roma in den Balkan-Staaten und Deutschland.

18.4., Gotha: „Welcome to Gotha“ – Dezentrale Proteste gegen Naziaufmarsch
Etwa 150 Anhänger von Bündnis Zukunft Landkreis Gotha, Die Rechte, NPD und Der III. Weg demonstrierten gemeinsam, schafften es aber nicht in die Gothaer Innenstadt. Nach mehreren Drohungen gegen das alternative Hausprojekt „Juwel“ und seine Nutzer_innen schützten viele Antifaschist_innen das Haus – nichts passiert. Die Nazis liefen sich dennoch warm für den 1. Mai in Thüringen.

21.4., Erfurt: Kundgebung „Bleiberecht für Alle!“
Vor der Ausländerbehörde demonstrieren 50 Menschen für einen sofortigen Abschiebestopp. Aktivist_innen von Roma Thüringen fordern ein Gespräch mit Vertreter_innen der Ausländerbehörde. Anders als bisher reagiert die Behörde auf die Forderung und stellt einen baldigen Termin in Aussicht.

30.4., Erfurt: Farbattacke auf geplante Geflüchtetenunterkunft
In der Nacht zum 1. Mai attackieren Unbekannte eine in der Entstehung begriffene Unterkunft für Geflüchtete in der Carl-Zeiss-Straße. Die Fassade wird mutmaßlich mit Farbkugeln aus einer Softairwaffe verschmutzt. Das braune erste Maiwochenende ist eingeleitet.

1.5., Erfurt: NPD demonstriert vor Geflüchtetenunterkunft
Etwa 200 Nazis folgen dem Aufruf der Thüringer NPD. Während es Thügida ein paar Wochen zuvor noch verboten war, vor einer Unterkunft für Geflüchteten zu demonstrieren, ist das für die Stadtverwaltung am 1. Mai kein Problem, sodass die Nazis entlang der Stauffenbergallee laufen. Gegenproteste können die Route schließlich verkürzen.

1.5., Saalfeld: Nazi- und Bullenangriffe gegen linke Gegendemonstranten
Am 1. Mai fand in Saalfeld einer der größten Naziaufmärsche in der BRD an diesem Tag statt. Am Rande der Demonstration kam es zu schweren Angriffen von bis zu hundert Neonazis, die ohne Polizeibegleitung durch die Stadt zogen. Auch die Polizei teilte an diesem Tag ordentlich gegen Nazigegner_innen aus und ermöglichte den Nazis mit der faktischen Verlängerung ihrer Demonstration einen großen Erfolg.

2.5., Erfurt: Nazi-Hools demonstrieren
Die rechtsextreme Abspaltung von HogeSa „Gemeinsam stark Deutschland“ kann trotz bundesweiter Mobilisierung nur etwa 270 Nazis nach Erfurt locken. Die Route der Nazis ist vehement polizeilich geschützt, sodass diese – erstmals seit Köln im Oktober 2014 – laufen können. Protestierende beschallen die Strecke, es gibt einzelne Blockadeversuche.

8.5., Erfurt: Nachttanzdemo zum „Tag der Befreiung“
250 Menschen ziehen tanzend durch Erfurt, um ihrer Freude über die Befreiung vom Nationalsozialismus Ausdruck zu verleihen und sich mit allen heute von Repression und Nazigewalt betroffenen Menschen zu solidarisieren.

23.5., Hildburghausen: 1.500 Teilnehmer auf Nazifest
Der Landkreis Hildburghausen hat sich in den vergangenen Jahren zu einer beispiellosen Wohlfühlzone für Neonazis entwickelt. Anteil an dieser Entwicklung trägt auch die Landkreisverwaltung und die Stadt Hildburghausen, die bemüht ist, den Nazis jeden Wunsch zu erfüllen. Festplatz, Bierausschank, Sondergenehmigung wegen Überschreitung der Nachtruhe – alles kein Problem für die netten Nazis von nebenan, Tommy Frenck und Patrick Schröder. Wo sich Nazis wohlfühlen, kommen gerne mal hunderte zusammen und in diesem Fall eben 1.500. Das füllt die Kassen und die nächste Naziimmobilie rückt in greifbare Nähe.

28.5., Erfurt: Kundgebung gegen die Kammwegklause – Vermieter zur Verantwortung ziehen!
Mittels einer Kundgebung macht die Kampagne „Nazizentren dichtmachen“ auf die Verantwortung des Besitzers, Manfred Stein, der Immobilie, in welcher die Kammwegklause heimisch ist, aufmerksam. Etwa 30 Menschen demonstrieren in der Nähe von Steins Wohnhaus im Hegemalweg.
1.6., Erfurt: Sicherheit und Ordnung – Umgestaltung der „Krämer“ beendet
Die Bauarbeiten an der „Krämer“ sind abgeschlossen. In Gestalt und Funktion hat sich der beliebte Treffpunkt jedoch erheblich verändert. Gut einsehbar für Ordnungsamt, Polizei und Aktivbürger lässt es sich dort schlecht entspannen. Die verbliebenen Bäume spenden nicht viel Schutz vor Sonne und Regen. Die Aussicht für Gäste der anliegenden Hotels und Restaurants auf die Krämerbrücke ist dafür perfekt. Na, danke!

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